Radverkehrsplanung beschleunigen. Gemeinsam, digital und praxisnah
Das NUDAFA-Reallabor für interkommunale Radverkehrsförderung
Das NUDAFA - Reallabor für interkommunale Radverkehrsförderung ging nach 6 Jahren BMFTR-Förderung am 31.07.2026 zu Ende.
Unser Ziel ist die Stärkung des Radverkehrs in der Region.
Mit verschiedenen Ansätzen der interkommunalen Kooperation sollte erforscht werden, welche Strategien sich zur Förderung des Radverkehrs in kleinen und mittleren Kommunen in vergleichbaren Regionen besonders eignen könnten.
Partnerkommunen des NUDAFA-Reallabors waren die Gemeinden Eichwalde, Zeuthen, Schulzendorf sowie die TU Berlin, die TH Wildau und die FixMyCity GmbH.
Ab 2021 waren auch Schönefeld, Wildau und Königs Wusterhausen Teil des Untersuchungsraumes. → mehr
Innovative Methoden mit altbewährten Ansätzen kombinieren und evaluieren.
– Innovative & datenbasierte Planungsmethoden
Der Radverkehrsatlas half durch die Auswertung von OpenStreetMap-Daten, ein flächendeckendes Radverkehrsnetz zu entwickeln und dessen Umsetzung in Maßnahmen nachvollziehbar darzustellen. Auch die kommunenübergreifende Abstimmung von gemeinsamen Maßnahmen wurde dadurch erleichtert. Zudem wurden die Möglichkeiten und Grenzen der Nutzerdaten-Erfassung und Analyse in dem SimRa-Teilprojekt analysiert. Parallel erprobten wir im Teilprojekt Handlungsprogramm BER neue Ansätze in der kommunen-, landkreis- und länderübergreifenden Zusammenarbeit.
– Interkommunales Radverkehrsmanagement & Prozessevaluation
Das interkommunale Radverkehrsmanagement unterstützte mit konkreten Projekten die Vernetzung der beteiligten Verwaltungen und die flächendeckende Umsetzung von Radinfrastruktur. Wichtige Erkenntnisse ergaben sich dabei aus der Planung eines 10 km langen interkommunalen Radwegs durch die Kommunen Eichwalde, Zeuthen, Wildau und Königs Wusterhausen.
Die TU Berlin dokumentierte die Umsetzung der Projekte im Reallabor. Anhand einer Politikfeldanalyse und der Kartierung der beteiligten Akteure wurde der Prozess dabei fortlaufend begleitet, um Hemmnisse und Treiber der interkommunalen Radverkehrsförderung zu identifizieren und Handlungsempfehlungen abzuleiten.
– Aktive Umsetzung von Alltagsprozessen & Modellprojekten
Viele weitere Teilprojekte halfen uns, das Radfahren in der Region sicherer, komfortabler und einfacher zu machen. Die Auswertung dieser Projekte half uns dabei, übertragbaren Lösungsansätzen und Handlungsempfehlungen für andere Kommunen abzuleiten.
Von Bedeutung waren dabei der durch die TH Wildau geleitete Themenbereich Schulisches Mobilitätsmanagement mit den Teilprojekten Projektwoche BikeBuddies, Schulexpress und partizipative Schulwegkartierung sowie das Modulare Fahrradparkhaus am S-Bahnhof Eichwalde, aber auch der Interkommunale Radweg sowie die vielen Veranstaltungen und Aktivitäten.
Die Methode Reallabor
Der Forschungsverbund des NUDAFA – Reallabor für interkommunale Radverkehrsförderung zielte darauf ab, mit den beteiligten Partnerkommunen, den jeweiligen Verwaltungen und zivilgesellschaftlichen Akteuren den (Alltags-)Radverkehr in der suburban geprägten Region zu stärken.
Um wissenschaftliche Erkenntnisse und übertragbare Handlungsempfehlungen ableiten zu können, sollten der mögliche Nutzen sowie die Grenzen der Einbindung von Datenverarbeitungsmethoden in Planungs- und Kommunikationsprozesse kritisch erforscht werden. Parallel dazu wurden Formate der interkommunalen Zusammenarbeit angestoßen, erprobt und evaluiert. Um besser zu verstehen, was die Umsetzung kommunaler Radverkehrsförderung im Verwaltungsalltag hemmt, wurden ergänzend dazu auch kleinere, alltäglichere Maßnahmen initiiert und umgesetzt.
Die wesentlichen Ziele des Projekts waren…
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die Erstellung einer webbasierten (Nutzer-)datenbasierten Kommunikations- und Planungsplattform, zum Darstellen komplexer räumlicher Zusammenhänge im Radverkehr, zur Unterstützung interkommunaler Zusammenarbeit durch die Bereitstellung notwendiger Informationen um die Herstellung durchgehender Radinfrastruktur zu begünstigen,
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die partizipative Einbindung der zivilgesellschaftlichen Akteur*innen in die Konzeption des interkommunalen Radwegenetzes und die Entwicklung von Maßnahmen sowie die interkommunale, transdisziplinäre Vernetzung lokaler Akteur*innen bei der Umsetzung von Realexperimenten, und
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Entwicklung übertragbare Projekte, Strategien und Tools, deren Evaluierung und der Transfer der Erkenntnisse in für andere Kommunen geeigneten Formaten.
Im Kontext des transformativen Forschens zielte das Format des Reallabors darauf ab, die verschiedene Kooperationspartner und lokale Akteure aus der Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung zusammenzubringen.
An realweltlichen Problemstellungen wurden kooperativ Lösungen erarbeitet, die zur nachhaltigen Transformation beitragen und idealerweise auch sogenanntes Transformationswissen generierte.
Teilprojekte
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Modulares Fahrradparken
Errichtung eines Modularen Fahrradparkhauses am S-Bahnhof Eichwalde
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Komfortables Kopfsteinpflaster
Erprobung von Ansätzen, um Großkopfsteinpflaster besser befahrbar zu machen
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Handlungsprogramm BER
Förderung interkommunaler Umsetzungsprozesse im Flughafenumfeld
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Interkommunaler Radweg
von Eichwalde über Zeuthen und Wildau nach Königs Wusterhausen
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Interkommunale Zusammenarbeit
Erprobung unterschiedlicher Strategien zur Initiierung und Stärkung interkommunaler Zusammenarbeit in der Radverkehrsförderung
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Öffentlichkeitsarbeit und Events
Regelmäßige Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Radverkehr
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Partizipative Schulwegkartierung
Beteiligung von Schüler*innen an der Erstellung eines interkommunalen Radverkehrsnetzes durch Kartierung ihrer Schulwege und subjektiven Gefahrenstellen
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Projektwoche & Leitfaden BikeBuddies
Durchführung von Projekten zu Radverkehr und nachhaltiger Mobilität an weiterführenden Schulen
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NUDAFA-Radverkehrsatlas
Entwicklung digitaler Planungstools zur Radnetzplanung
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Schulexpress
Vermeidung von Elterntaxis durch gemeinsames Gehen zur Schule
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Straßentypen
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Methoden der Verkehrszählung
Vergleich verschiedener Methoden der Verkehrszählung
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Das Reallabor
Unser Reallabor brachte verschiedene Kooperationspartner und lokale Akteure aus der Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung zusammen, um gemeinsam innovative Lösungsansätze zu entwickeln.
- Das Fachgebiet “Integrierte Verkehrsplanung” der TU Berlin übernahm die politik- und sozialwissenschaftliche Begleitforschung und identifizierte Hemmnisse und Potenziale in der Radverkehrsplanung. Ein besonderer Fokus lag dabei auf der interkommunalen Zusammenarbeit.
- Die Professur Radverkehr in intermodalen Verkehrsnetzen der TH Wildau beteiligte sich an der Umsetzung einzelner Teilprojekte und setzte sich federführend für den Themenbereich Schulisches Mobilitätsmanagement ein, welches die Teilprojekte Projektwoche BikeBuddies inkl. des Leitfadens BikeBuddies, Schulexpress und die partizipative Schulwegkartierung beinhaltete. Zudem verantwortete es die Erstellung des Buches Gemeinsam Radverkehr fördern sowie die Organisation und Durchführung der Abschlussveranstaltung.
- Das Team von FixMyCity entwickelte für uns als Forschungs- und Entwicklungspartner Radverkehrsatlas den Radverkehrsatlas und unterstützte bei der Radnetzentwicklung.
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Startschuss für die Phase 2 des Reallabors Eine wichtige Rolle spielten auch die vielen weiteren Akteur*innen und Initiativen aus der Region, wie dem Netzwerk fahrradfreundliches LDS (-Nord), Bike2BER und weitere Projektpartner*innen wie der örtliche Kinder- und Jugendverein (KJV e.V.), mehreren Schulen der Region uvm.
Das Buch
Gemeinsam Radverkehr fördern - Rezepte für die kommunale Verkehrswende
Das Buch zum Abschluss des sechsjährigen Forschungsprojektes.
Finanzierung
Gefördert wurde das Forschungsprojekt NUDAFA („Nutzerdaten-gestützten Planung eines integrierten Fahrradverkehrsnetzes“) über die FONA-Strategie des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), im Rahmen der FörderrichtlinieMobilitätsWerkStadt 2025
Informationen zu der Förderrichtlinien und weiteren Forschungsprojekten zum Thema “Nachhaltige Mobilität” finden Sie hier