Interkommunales Radverkehrsmanagement
Erprobung unterschiedlicher Strategien zur Initiierung und Stärkung interkommunaler Zusammenarbeit in der Radverkehrsförderung
Themen
- foerdermittelaquise
- gemeinsame-vergabe
- infrastruktur
- interkommunale-koopertation
- planungsprozesse
Beteiligte Projektpartner
- Gemeinde Eichwalde
- Gemeinde Zeuthen
- Gemeinde Schulzendorf
- Stadt Wildau
- Stadt Königs Wusterhausen
- Gemeinde Schönefeld
- TU Berlin
Projektlaufzeit
Laufzeit: 10/2021 bis 06/2026
Finanzierung
100% durch NUDAFA (im Rahmen der #MobilitätsWerkStadt 2025 des BMFTR)
Anlass & Ziel
Mit dem “Interkommunalen Radverkehrsmanagement” (IRVM) sollte erprobt werden, wie mit einer auf kommunaler Ebene angesiedelten Organisationseinheit die Radverkehrsförderung mehrerer Kommunen gebündelt werden kann. Drei Fragestellung stehen dabei im Fokus:
- Welche Vorteile ergeben sich aus der Koordinierungsfunktion des IRVM, insbesondere hinsichtlich einer kommunenübergreifenden Umsetzung eines durchgehenden Radnetzes?
- Welche Synergieeffekte ergeben sich für die Umsetzung von Maßnahmen hinsichtlich der Bündelung fachlicher Kompetenzen und personeller Ressourcen?
- Welche strukturellen Rahmenbedingungen sind erforderlich, um das IRVM als effektives Instrument der Radverkehrsförderung in kleinen und mittleren Kommunen zu verankern?
Der Rahmen des Reallabors ermöglichte es den Akteuren, kommunal sowie interkommunal Unterstützungsangebote zu erstellen und Verfahrensweisen zu erproben, die bisher nicht im üblichen Verwaltungshandeln vorgesehen waren. Damit bewegte sich das IRVM zwischen einer Integration in die reguläre Verwaltungspraxis und einer innovativen Angebotsentwicklung.
Umsetzung
Das IRVM kann auf eine Reihe initiierter und auch bereits umgesetzter Maßnahmen zurückblicken. Diese verweisen auf die gesamte Bandbreite der Möglichkeiten der Radverkehrsförderung:
Durchführung von Veranstaltungen und Aktionen, Erhebung von Radverkehrsdaten, Planung und Umsetzung investiver Maßnahmen, Aufsetzung von Rahmenvereinbarungen sowie Kommunikation innerhalb und außerhalb der Projektregion mit zivilgesellschaftlichen Akteuren, Wissenschaftler*innen, Akteure aus Landkreis und Land, Interessierten und Kritiker*innen. Das IRVM konnte sich seit der Gründung des NUDAFA-Reallabors nicht nur in der Region etablieren, sondern bildete darüber hinaus ein eigenes Profil aus, das von und mit Akteuren aus den Verwaltungen der Partnerkommunen entwickelt wurde und genutzt wird.
Gleichzeitig kristallisierte sich heraus, dass sich die interkommunale Zusammenarbeit des IRVM und den beteiligten Kommunen unterschiedlich intensiv entwickelte. Die Nutzung der Angebote des IRVM konzentrierte sich zumeist auf Kommunen, die gemeinsame administrative Grenzen haben, eine ähnliche Struktur und Größe aufweisen und an vergleichbaren Problemen arbeiten. Hier jedoch entwickelten sich vertrauensvolle und stabile Kommunikationskanäle.
Ergebnis
- Ein Schwerpunkt der bisherigen Arbeit des IRVM lag auf der Bearbeitung kommunaler Projekte. Dies war wichtig, um Erfahrungen in der verwaltungsbezogenen Bearbeitung von (Groß-)Projekten zu sammeln und auf dieser Wissensbasis Angebote auch interkommunal verfügbar machen zu können. Die interkommunale Zusammenarbeit zu intensivieren und über die geografisch und administrativ nahen Kommunen hinaus zu erweitern, war dann ein wesentliches Ziel der noch verbleibenden Monate.
- Damit verbunden war die vorbereitende Institutionalisierung des IRVM über die Laufzeit des Reallabors hinaus.
- Darüber hinaus sollten die erarbeiteten Formen und Angebote zur interkommunalen Zusammenarbeit in der Radverkehrsförderung so bearbeitet werden, dass diese auf andere Kommunen übertragen und als Handreichungen genutzt werden können.